Zwei VNets benötigen private Kommunikation? Erstelle ein VNet-Peering
CloudTrips benötigt jetzt ein separates Netzwerk für gemeinsame Dienste. Ein eigenes VNet bietet diesen Diensten einen unabhängigen Adressraum und eine eigene Netzwerkgrenze. VNets bleiben jedoch isoliert, bis sie bewusst miteinander verbunden werden.
Erstelle ein VNet-Peering zwischen dem Anwendungs-VNet und einem neuen Dienste-VNet. Durch Peering verwenden Ressourcen ihre privaten IP-Adressen über das Microsoft-Backbone, ohne öffentliche IP, VPN-Gateway oder Internetpfad.
Peering führt die VNets nicht zusammen. Jedes VNet behält seine eigenen Subnetze, NSGs, Routentabellen und seine eigene Verwaltungsgrenze.
Dieser Trip baut auf folgendem Trip auf: Datenverkehr muss einen benutzerdefinierten Pfad verwenden? Erstelle eine Routentabelle.
Peering planen
Verwende:
Application VNet: vnet-cloudtrips-test-weu
Application address space: 10.20.0.0/16
Services VNet: vnet-cloudtrips-services-test-weu
Services address space: 10.40.0.0/16
Services subnet: snet-services
Services subnet range: 10.40.1.0/24
Region: West Europe
Die Bereiche überlappen sich nicht. Überlappende Adressräume können nicht gepeert werden, da Azure sonst nicht eindeutig bestimmen könnte, welchem VNet eine passende Zieladresse gehört.
Der vorherige Routentabellen-Trip blockierte nur 10.30.0.0/16. Er blockiert
das neue Dienste-VNet 10.40.0.0/16 nicht, und Peeringrouten bleiben in
rt-cloudtrips-app-test-weu aktiviert.
Dienste-VNet erstellen
Suche im Azure-Portal nach Virtual networks, öffne den Dienst und wähle Create.
Konfiguriere unter Basics:
Subscription: CloudTrips TEST
Resource group: rg-cloudtrips-network-test-weu
Name: vnet-cloudtrips-services-test-weu
Region: West Europe
Füge unter Security für diese Übung weder Azure Bastion, Azure Firewall, einen DDoS-Schutzplan noch virtuelle Netzwerkverschlüsselung hinzu.
Lege unter IP Addresses fest:
IPv4 address space: 10.40.0.0/16
Subnet purpose/template: Default
Subnet name: snet-services
Starting address: 10.40.1.0
Subnet size: /24
Default outbound access: Disabled

Füge unter Tags hinzu:
Application: CloudTrips
Environment: TEST
Purpose: SharedServices
Wähle Review + create und anschließend Create.
Die zwei Peeringverbindungen verstehen
Die Kommunikation ist bidirektional, Azure stellt sie jedoch durch zwei gerichtete Peeringressourcen dar:
vnet-cloudtrips-test-weu
└── peer-app-to-services ──────► vnet-cloudtrips-services-test-weu
vnet-cloudtrips-services-test-weu
└── peer-services-to-app ──────► vnet-cloudtrips-test-weu
Da sich beide VNets in derselben Subscription befinden und du beide verwalten kannst, erstellt das Portal beide Verbindungen in einem Vorgang.
Peering hinzufügen
Öffne vnet-cloudtrips-test-weu, wähle Settings > Peerings und dann
Add.
In diesem Formular bezeichnet Local virtual network das aktuell geöffnete
Anwendungs-VNet. Remote virtual network bezeichnet das unten ausgewählte
Dienste-VNet. Der lokale Peeringname lautet daher peer-app-to-services, der
Remote-Peeringname peer-services-to-app.
Konfiguriere unter Remote virtual network summary:
Peering link name: peer-services-to-app
Subscription: CloudTrips TEST
Virtual network: vnet-cloudtrips-services-test-weu
Erlaube dem Remote-VNet den Zugriff auf vnet-cloudtrips-test-weu. Aktiviere
weder weitergeleiteten Datenverkehr noch Gateway-/Route-Server-Transit. Diese
Einstellungen werden erst benötigt, wenn ein anderes Gerät oder Gateway
Datenverkehr durch ein VNet weiterleitet.
Konfiguriere unter Local virtual network summary:
Peering link name: peer-app-to-services
Erlaube vnet-cloudtrips-test-weu den Zugriff auf das Remote-VNet. Lasse auch
hier weitergeleiteten Datenverkehr und Gateway-/Route-Server-Optionen
deaktiviert.

Wähle Add.
Beide Richtungen überprüfen
Kehre zu Peerings zurück und wähle Refresh, bis
peer-app-to-services den Status Connected anzeigt.
Öffne vnet-cloudtrips-services-test-weu > Settings > Peerings und
bestätige, dass auch peer-services-to-app den Status Connected anzeigt.

Du kannst beide Ressourcen zusätzlich in Cloud Shell überprüfen:
az network vnet peering list \
--resource-group rg-cloudtrips-network-test-weu \
--vnet-name vnet-cloudtrips-test-weu \
--query "[].{Name:name,State:peeringState,Access:allowVirtualNetworkAccess}" \
--output table
az network vnet peering list \
--resource-group rg-cloudtrips-network-test-weu \
--vnet-name vnet-cloudtrips-services-test-weu \
--query "[].{Name:name,State:peeringState,Access:allowVirtualNetworkAccess}" \
--output table
Beide Ergebnisse sollten Connected und True anzeigen.
Peering stellt die private Route bereit, aber NSGs kontrollieren weiterhin, welche Verbindungen erlaubt sind. Anwendungen müssen außerdem auf den Zielports lauschen. Die Namensauflösung zwischen beiden VNets benötigt ein passendes DNS-Design. Im Dienste-VNet ist noch kein Workload vorhanden, daher überprüft dieser Trip die Peeringkonfiguration statt einer Anwendungsverbindung.