Mounts

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Die wichtigsten Befehle zum Merken

  • findmnt -T PFAD — das Dateisystem ermitteln, das einen Pfad bereitstellt.
  • mount — ein Dateisystem an einem Verzeichnis einhängen.
  • umount — es aushängen. Der Befehl heißt umount, nicht „unmount“.

Befehle und Optionen

Diese Befehle kommen im kurzen Beispiel unten vor.

Befehl oder Option Bedeutung
mktemp -d Ein temporäres Verzeichnis mit eindeutigem Namen erstellen.
sudo mount -t tmpfs -o size=1M tmpfs "$mount_dir" Ein temporäres Dateisystem am gespeicherten Verzeichnis einhängen. sudo liefert Administratorrechte, -t wählt den Typ und -o übergibt Mount-Optionen.
size=1M Diesen tmpfs auf 1 MiB begrenzen: 1.024 × 1.024 Bytes.
findmnt -T "$mount_dir" -o TARGET,SOURCE,FSTYPE -T wählt einen Pfad; -o wählt Mount-Punkt, Quelle und Dateisystemtyp als Ausgabespalten.
sudo umount "$mount_dir" Das temporäre Dateisystem aushängen.
rmdir "$mount_dir" Das Verzeichnis entfernen, aber nur, wenn es leer ist.

Bash-Syntax: mount_dir=$(…) speichert die Ausgabe eines Befehls; "$mount_dir" setzt den Pfad als ein Argument ein. -o hat hier zwei Bedeutungen: Mount-Einstellungen bei mount, Ausgabespalten bei findmnt.

Die entscheidenden Konzepte

1. Mounten verbindet ein Dateisystem mit einem Pfad

Linux zeigt Dateien in einem gemeinsamen Verzeichnisbaum ab /. Ein Mount macht ein Dateisystem an einem Verzeichnis dieses Baums zugänglich, seinem Mount-Punkt.

Wenn du Linux-Verzeichnisse sehen kannst, ist bereits ein Root-Dateisystem unter / gemountet. Verzeichnisse wie /home, /etc und /var können alle zu diesem einen Dateisystem gehören; nicht jedes Verzeichnis braucht einen eigenen Mount. Beim Erstellen eines gewöhnlichen Verzeichnisses wird es einfach dem Dateisystem hinzugefügt, das bereits sein übergeordnetes Verzeichnis enthält.

Ein separates Dateisystem an /data liefert beispielsweise die unter /data erreichbaren Dateien. Der Pfad ist der Zugang zum Speicher, nicht selbst ein Datenträger.

2. Mounten verändert die Sichtbarkeit

Beim Mounten werden keine Dateien in ein Verzeichnis kopiert. Dort wird ein anderes Dateisystem eingebunden. Bereits darunter vorhandene Inhalte sind über diesen Pfad verdeckt und erscheinen nach dem Aushängen wieder.

Das ist relevant, wenn ein erwarteter Mount fehlt: Eine Anwendung könnte stattdessen in das darunterliegende Verzeichnis schreiben. Der Pfadname allein beweist nicht, dass Daten den vorgesehenen Speicher erreichen.

3. Ein Dateisystem muss nicht auf einem Datenträger liegen

Ein Mount kann einen Datenträger, ein entferntes Dateisystem oder speicherbasierten Platz zugänglich machen. tmpfs hält Dateiinhalte im virtuellen Speicher, normalerweise im RAM, und kann Swap verwenden.

Seine Inhalte sind temporär. Im Beispiel gehen sie beim Aushängen verloren. Die Größenoption setzt eine Obergrenze und belegt nicht sofort entsprechend viel RAM. Ein Mount wird außerdem nicht automatisch für den nächsten Neustart konfiguriert.

4. Aushängen entfernt den Zugang, nicht unbedingt die Daten

Das Aushängen eines datenträgerbasierten Dateisystems löscht seine Dateien nicht. Es trennt das Dateisystem vom Verzeichnisbaum. Temporäre Dateisysteme wie dieser tmpfs haben eine andere Lebensdauer.

Ein Unmount kann „target is busy“ melden, wenn ein Prozess das Dateisystem verwendet, etwa über eine offene Datei oder sein aktuelles Verzeichnis. Beende diese Nutzung vor einem erneuten Versuch. Neben Pfaden zählen auch Anwendungen und offene Ressourcen.

Ein kleines Beispiel

Optional: Verwende eine Linux-VM, die Mounts erlaubt, und ein Bash-Terminal. Bleibe außerhalb des temporären Verzeichnisses und führe jede Zeile einzeln aus. Falls Erstellen oder Mounten fehlschlägt, kläre den Fehler vor dem Fortfahren.

mount_dir=$(mktemp -d)
sudo mount -t tmpfs -o size=1M tmpfs "$mount_dir"
findmnt -T "$mount_dir" -o TARGET,SOURCE,FSTYPE
sudo umount "$mount_dir"
rmdir "$mount_dir"

Suche in findmnt dein temporäres Verzeichnis als TARGET und tmpfs als SOURCE sowie FSTYPE. Die Quelle identifiziert das Eingehängte, der Typ seine Umsetzung. Hier ist die Quelle eine Bezeichnung, kein Datenträgergerät.

Erfolgreiches Einhängen, Aushängen und Entfernen bleibt normalerweise ohne Ausgabe. Die letzten beiden Zeilen räumen auf: Entferne das Verzeichnis erst nach erfolgreichem Aushängen. Es werden keine Dateien geschrieben und keine dauerhafte Mount-Konfiguration erstellt.

Merke dir: Der Pfad zeigt, wo du Daten erreichst. findmnt zeigt, welches Dateisystem sie bereitstellt.